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tödliche 'gaben': gifte

1. was sind gifte?

2. wovon ist ihre 'giftigkeit' abhängig?

3. welche arten von giften gibt es?

4. wie kann eine vergiftung behandelt werden?

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A

Aconitin
< Blauer Eisenhut

Das Alkaloid Aconitin kommt in allen Teilen des Blauen Eisenhuts vor, der giftigsten Pflanze Europas. Den höchsten Anteil an Aconitin weist mit 3 % die Wurzel auf, jedoch sind auch in den Blättern noch bis zu 1,3 % zu finden. Der Geschmack wird als scharf brennend beschrieben. Die tödliche Dosis für reines Aconitin beträgt wahrscheinlich 3-6 mg bei einem Erwachsenen, andere Quellen geben 1-10 mg/kg an. D.h.: Für einen Erwachsenen sind unter Umständen bereits 2-4 g der Wurzel tödlich. Das Aconitin wird über die Schleimhäute, den Magen-Darm-Trakt und sogar schon über die Haut aufgenommen. Es wirkt zuerst erregend, dann aber lähmend. Erste Vergiftungserscheinungen sind bereits nach 10-20 min erkennbar: Zuerst tritt ein Kribbeln in Mund, Fingern und Zehen auf. Es kommt zu Schweißausbrüchen und Erbrechen, starken Koliken und Durchfall. Die Körpertemperatur und der Blutdruck sinken, die Atmung wird unregelmäßig. Der Tod erfolgt durch Herzversagen oder Atemstillstand. Zeitlich gesehen tritt dieser bei einer starken Vergiftung schon nach 30-45 min ein, in der Regel aber meist innerhalb von 3 Stunden. Der Patient ist dabei die ganze Zeit bei vollem Bewusstsein und erleidet stärkste Schmerzen.


Arsen
< Arsentrioxid

Das Halbmetall Arsen ist als Spurenelement Bestandteil des Stoffwechsels von Pflanzen und Tieren, kommt aber auch so in der Natur vor(in geringen Teilen in Luft, Wasser u.a.). Die Mengen sind meist jedoch so gering, dass sie für den Menschen nicht schädlich sind. Die meisten Arsenverbindungen sind starke Stoffwechselgifte: Sie stören den Energiestoffwechsel in der Zelle, die DNA-Reparatur, Transportvorgänge(rezeptorvermittelte) und die Signalübertragung zwischen den Zellen. Dabei sind dreiwertige Verbindungen des Arsens besonders stark giftig, z.B. Arsentrioxid(Arsenik). Schon eine Dosis von 60- 170 mg Arsenik ist tödlich. Arsenvergiftungen lassen sich in akute und chronische einteilen.
Bei einer akuten Arsenvergiftung kommt es zu Trockenheit und heftigem Brennen im Mund, begleitet von einem metallischen Geschmack(bei oraler Aufnahme). Nach wenigen Stunden treten folgende Symptome auf: Krämpfe, Übelkeit, Erbrechen, Koliken, Durchfälle und Blutungen. Das Gesicht des Patienten wird blau und verfällt zusehends, die Augen sind blau umrändert. Die Haut ist sehr kalt, besonders an den Gliedmaßen. Als Antidote stehen dabei DMPS, Unithiol und Succimer zur Verfügung. Im ‚besten’ Fall kann mit ganz großen Dosen der Tod bereits nach 12 Stunden eintreten, meist jedoch beläuft es sich auf einige Tage, wobei der Tod durch Nieren – und Herzkreislaufversagen erfolgt.
Eine chronische Arsenvergiftung ruft Hautkrankheiten(z.B. eine starke Verhornung der Haut) und Schäden an den Blutgefäßen hervor, was in schweren Fällen zum Absterben der betroffenen Gliedmaßen(‚Black Foot Disease’) sowie zu bösartigen Tumoren der Haut, Lunge, Leber und Harnblase führt. (Arsenik ist krebserregend)
Allgemein wirkt Arsen am stärksten und schnellsten, wenn es gelöst ist.


Atropin
< Tollkirsche

Atropin kommt in der Tollkirsche (Atropa belladonna) vor, welche in Europa, Asien und Nordafrika verbreitet ist.
Alle Teile der Tollkirsche sind giftig. Die höchste Giftkonzentration ist mit bis zu 1,5 % in den Blättern vorzufinden, die in den Beeren beträgt 0,7 %. So tritt eine Vergiftung durch die Blätter bereits bei 0,3 g auf.
Die meisten Vergiftungen ergeben sich jedoch durch den Verzehr der gut schmeckenden Beeren, weniger durch den der Wurzeln und Blätter.
3-4 Beeren(entsprechen 2 mg) sind für Kinder tödlich, bei Erwachsenen sind es etwa 10-12 Beeren.
Atropin wirkt sich nach etwa 15 min stark erregend auf die Person aus, meist in sexueller Hinsicht; es stellt sich eine Rauheit und Trockenheit im Mund – und Rachenbereich ein. Durch die Austrocknung der Schleimhäute erfolgen Schluckbeschwerden sowie Sprachstörungen und es wird ein starker Durst verspürt. Die Haut ist rot gefärbt, fühlt sich trocken und heiß an. Weiterhin steigert sich die starke Erregung zu einer Euphorie mit starkem Rede – und Bewegungsdrang bishin zu Halluzinationen. Auftretende Sehstörungen können wochenlang anhalten und sogar zur Erblindung führen.
Innerhalb von 14 h kann es zum Tod durch Atemlähmung kommen.
Als Gegenmittel werden medizinische Kohle und ein spezielles Gegengift(Physostigminsalicylat) verabreicht.
In der Medizin allerdings wird Atropin in geringen Mengen zur Pupillenerweiterung für Augenuntersuchungen oder gegen übermäßiges Schwitzen eingesetzt. Es ist ebenso ein Gegengift für durch Pflanzenschutzmittel und Nervenkampfstoffe verursachte Vergiftungen.
Früher galt es außerdem als schick, große Pupillen zu besitzen, sodass sich die Frauen Tollkirschensaft in die Augen träufelten.



B

Botulinumtoxin

Dieses Nervengift wird auch die Königin der Gifte genannt, denn es ist das stärkste Gift überhaupt.
Es wird von dem Bakterium C. botulinum(Clostridium botulinum) ausgeschieden und ist besonders in verdorbenem oder unzureichend konserviertem Fleisch, Fisch oder Gemüse vorhanden. Wohl gemerkt produziert das Bakterium zwar das Gift, nistet sich jedoch nicht im Körper ein, sodass nicht von einer bakteriellen Infektion zu sprechen ist sondern von einer reinen Vergiftung.
Jedoch ist das aus Eiweiß bestehende Botulinumtoxin hitzeempfindlich und wird durch etwa 15 min Kochen zerstört.
Botulinumtoxin wirkt zudem bei bereits 0,01 mg, oral aufgenommen, für einen erwachsenen Menschen tödlich. Intravenös hingegen führt es sogar schon mit 3 Nanogramm zum Tode.
Seine Wirkungsweise besteht im Groben darin, dass es die Signalübertragung von Nerv zu Muskel stört, sodass der Muskel nicht mehr kontrahieren kann.
Erste Anzeichen der Vergiftung treten nach 5-15 h auf: Übelkeit, Kopfschmerzen und Trockenheit im Mund machen sich bemerkbar. Es folgen erste Muskellähmungen, wodurch man unter anderem doppelt sieht, Sprachstörungen, Atemnot, Magenbeschwerden sowie Schluckbeschwerden hat.
Der Tod tritt nach 3-8 Tagen durch Atemlähmung, Herzstillstand oder Lungenentzündung ein.
Die Sterblichkeitsrate schwankt von 25-70%, was von der eingenommenen Menge abhängt.
Behandelt wird der Botulismus, indem der Darm entleert bzw. der Magen durchgespült wird.
Ironischerweise wird das Botulinumtoxin als Botox gegen Falten verwendet, doch wie Gifte es so an sich haben, hängt viel von der Dosierung ab.

mood

*happy
*relaxed
*

music

*'nie mehr'- asp
*'glass arm shattering' - porcupine tree
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